Erfahrungsbericht von Kali aus Ungarn
Publiziert: Dienstag, 21.06.2022
Mit grosser Spannung haben wir am 14. Januar 22 Kali in Empfang genommen. Er war zusammen mit seiner Schwester angereist. Kali galt wurde als eher ängstlich eingestuft und sollte entsprechend mit Vorsicht, Geduld und Sorge angegangen werden. Dass der Prozess des Umzuges, der Wechsel vom Heim in eine Familie, der neue Umgang und die neue Umgebung etc., viel Zeit und Geduld in Anspruch nehme konnte, waren wir uns bewusst. Meine Frau hatte bereits Erfahrung mit Hunden, für mich war das Neuland.
Wir bewohnen ein komplett neu renoviertes kleines Haus mit 600m2 Garten in Reinach. Im Haus wohnt ausserdem mein Sohn im UG in einer kleinen Wohnung zusammen mit seiner Katze. Unsere Wohnung besteht aus zwei Etagen und wir haben keine Türen im ganzen Haus. Der Hund könnte also ungehindert sich auf zwei Ebenen bewegen. Anfänglich haben wir im ein Laufgitter im EG bereitgestellt, in welches er sich zurückziehen, und wo er am Anfang schlafen sollte.
Schon wenige Stunden nach unserer Ankunft im Haus, liess sich Kali von meiner Frau anfassen und er baute schnell eine Bindung zu ihr auf. Mir gegenüber war er sehr misstrauisch, hat mich gemieden und ist mir stets ausgewichen.
Meine Frau verbringt wesentlich mehr Zeit im Haus und um ihn herum, sodass sie die erste «Adresse» war.
Sie hat es geschafft ihn innert zwei Tagen « Stubenrein» zu erziehen…!!!
Zwischenzeitlich hat er das Vertrauen zu mir etabliert und geniesst unsere täglichen (Stunden langen) Wanderungen über Felder, Wälder und Berge. Er ist sehr ausdauernd beim Spiel und hat Energie ohne Ende.
Zwischenzeitlich geht er brav an der Leine und lässt sich gut abrufen. Herkommen, langsam gehen, warten und Sitz passt schon ganz gut, ausser wenn er durch fremde Leute oder ungewohnte Geräusche abgelenkt ist. Man kann ihn auch problemlos von der Leine lassen, vor allem dann wenn man weiss, dass man keine Menschenansammlungen begegnet oder auf gut überschaubaren offenen Feldern.
Wenn ich mich kurz hinter einem Baum verstecke (während den Marschs) kommt er mich sofort suchen und erhält dafür goodies.
Falls fremde vorbeigehen, kommt er brav an meine Seite und bleibt bei mir bis ich ihn ziehen lasse. Er läuft fast nie weiter als 10-15 Meter vor mir, und schaut regelmässig zurück um zu sehen ob ich komme... Da er seine Haare nicht verliert, ist meine Frau (Coiffeuse von Beruf) damit beschäftigt, ihn regelmässig zu schoren. Er bleibt dabei ruhig und lässt das Procedere über sich ergehen. Futter kriegt er zweimal pro Tag, isst aber eher wenig.
Seine Angst anderen Leuten gegenüber hat er noch nicht ganz abgebaut. Er ist sehr vorsichtig und misstrauisch, vor allem gegenüber Männern. Plätze mit vielen Leuten müssen wir vorsichtig angehen, und die Geräuschkulisse die ihm nicht geläufig ist, muss er gezielt trainieren. Zweimal haben wir bereits gezielt Hundetrainer im Garten gehabt, welche den «Jungen» anschauten und uns mit Tipps und Tricks beraten haben. Bei uns gleich ums Eck ist die VIZSLA, ein Hundeclub, bei dem man jeden Montag um 19:00 einfach erscheinen kann.
Inzwischen hat er sich an sein neues zu Hause gewohnt und verteidigt dasselbe lauthals. Währen er sich im Garten aufhält hört man jedoch nichts.
Mittlerweile können wir ihn auch mal ne Stunde zu Hause alleine lassen. Er weigert sich aber lauthals, wenn er alleine im EG Schlafen soll. Ergo schläft er in seinem Gehege unmittelbar neben unserem Bett…. Kurze Story langer Sinn: Kali hat sich ausserordentlich gut an seine neue Umgebung gewohnt, entwickelt sich enorm und gedeiht prächtig. Er ist ein aufgeweckter und lernhungriger kleiner Kerl. Wir lieben den kleinen Wirbel und sind froh, dass wir uns für ihn entschieden haben!!
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