Erfahrungsbericht von Nino-3 neu Pluto aus Ungarn

.05.2022

Aller guter Dinge sind drei. Obwohl wir mit Milo, einem Strassenhund aus Spanien, und Alaska, einem im Tierheim abgegebenen Welpen, schon überglücklich waren, hatten wir Platz für einen weiteren Vierbeiner. Bei Animal Happyend fiel uns «Nino-3» auf, ein ausgesetzter Labrador, der in Ungarn gefunden wurde. Nino hatte keinen Chip, niemand meldete sich auf die Aufrufe, wie uns die Finderin erzählte. Dabei muss dieser wunderschöne Labrador, auf ca. sechs Jahre geschätzt, eine Familie gehabt haben. Er war – typisch Labi – gut genährt, liebevoll, aufgeschlossen.

Wer auch immer seine Familie gewesen sein mag, wer auch immer ihn ausgesetzt hat – wir wollten für Nino die beste Familie sein, ihn hegen, pflegen und unentwegt streicheln. Aus «Nino-3» wurde Pluto, in Anlehnung, einerseits, an den Disney-Hund, andererseits an den römischen Gott der Unterwelt, der selbst Hundebesitzer war.

Pluto war vom ersten Augenblick an zutraulich und anhänglich. Ein Labrador durch und durch; freundlich, er will gefallen und tut es, sehr sogar. Pluto ist unkompliziert, kuschlig und ruhig. Er empfängt jede Person mit wedelndem Schwanz und treuem Blick. Kein Wunder, dass alle, die uns besuchen, ihn zu sich nach Hause mitnehmen möchten. Aber selbstverständlich wird Pluto für immer bei uns bleiben. Bereits nach wenigen Monaten hatten wir das Gefühl, Pluto sei schon immer Teil unserer Familie gewesen.

Die Zusammenführung Plutos mit unseren zwei anderen Hunden war nicht ganz einfach. Alaska und Milo wollten ihr Revier verteidigen und blafften Pluto zunächst ganz schön an. Alaska änderte seine Meinung schon nach einem Tag. Innert kürzester Zeit wurde aus dem anfänglichen Misstrauen tiefste Zuneigung; heute sind Alaska und Pluto ein Herz und eine Seele. Sie teilen sich manchmal sogar ein Körbchen für eine Siesta. Die beiden kommen aus Ungarn und verstehen sich blendend.

Milo, unser Spanier, hat länger gebraucht, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Während der ersten Wochen ging er Pluto aus dem Weg, hielt ihn auf Distanz. Doch nach gut einem Monat ist der kühl-feurige Spanier aufgetaut. Pluto und er sind doch noch Brüder geworden, die sich gut verstehen und miteinander spielen.

Pluto kam mit einer kleinen Verletzung im Auge an. Diese ist laut der Tierärztin gut auskuriert und behindert Plutos Sicht nicht.

Neben dem Wirbelwind Alaska, der unentwegt Action braucht und stundenlang Ballwerfen spielen will, setzt Pluto auf ein gemütliches Programm. Pluto chillt am liebsten in der Sonne oder auf dem Sofa. Klar, Spaziergänge sind auch toll. Aber Pluto, stets tiefenentspannt, stets gut gelaunt, freut sich vor allem auf das Relaxen danach. Ein solcher Hund ist ein Sechser im Lotto.

 

Zurück

Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Bitte rechnen Sie 7 plus 7.

© 2007-2026, animal-happyend, Verein für Tiere in Not