Erfahrungsbericht von Osito aus Ungarn
Publiziert: Mittwoch, 28.10.2020
Liebes Animal-Happyend Team
Mein Name ist Osito und ich wollte mich gerne bei euch melden, um Danke zu sagen und euch zu erzählen, wie es mir heute geht.
Ich wurde um Weihnachten 2018 geboren und bald darauf musste ich mich alleine auf der Straße durchschlagen. Zum Glück erinnere ich mich fast gar nicht mehr an diese Zeit. Vor allem erinnere ich mich an die gemeinsame Zeit mit Chesnu (damals noch Vodka) in Ungarn und an die große Reise, die wir gemeinsam in die Schweiz unternommen haben. Das hat mich sehr gestresst, da ich angst hatte wieder irgendwo ausgesetzt zu werden. Wir konnten uns aber bei einer netten Frau ausruhen. Den ganzen Tag haben wir einfach gespielt, gegessen und geschlafen. Das war super. Nach wenigen Wochen kam ich zu meiner neuen Familie. Ich war total schüchtern und vermisste Chesnu sehr.
Meine Familie schenkte mir von Anfang an sehr viel Zeit und Geduld. So wurde ich schnell zutraulich und durfte auch gleich mit in Ihren Urlaub nach Italien. Ich hatte wahnsinnig viel Spaß dort. Wir sind herumgetollt, haben Spiele gemacht, lange Spaziergänge oder haben uns in den Schatten gelegt, um uns auszuruhen. Manchmal habe ich mit den Nachbarshunden geplaudert oder einfach geschlafen. Nach einer Woche fuhren wir wieder zurück in die Schweiz. Kurz darauf besuchte ich die Hundeschule um ein paar neue Sachen zu lernen. Ich war der Jüngste in der Gruppe, was mich trotzdem von nichts abhalten lies. Kurz darauf haben wir bemerkt, dass ich an mehreren Allergien leide und ich deshalb nicht alles essen darf, was ich möchte. Am Verhungern bin ich trotzdem nicht. An Weihnachten feierte ich meinen ersten Geburtstag und bekam ein großes Leckerli und viele Streicheleinheiten geschenkt. Alles ist einfach aufregend, spannend und neu. Zum Beispiel im Schnee spazieren zu gehen gefällt mir. Trotzdem freute ich mich auf den Frühling. Wir haben nämlich eine tolle Wohnung mit Garten. Am liebsten halte ich mich dort auf und beobachte die Nachbarn. Jage Katzen oder Vögel und belle den Pöstler an, wenn meine Familie nicht aufpasst. Ich tolle herum und spiele mit meiner Familie. Wir machen oft lange Spaziergänge und erkunden die Gegend. Ich mag es aber nicht, wenn es regnet und mein Fell nass wird, trotzdem muss ich dann aber raus. Einmal sind wir an einem heißen Sommerabend am Bach spazieren gegangen und meine Familie hat sich dort die Füße abgekühlt. Mit viel Überredungskunst, Geduld und einer gehörigen Portion Mut meinerseits habe ich mich dann auch ins Wasser getraut, aber nur ganz kurz… Ich gehe lieber mit meiner Familie auf die Alp, wo wir manchmal ein paar Tage oder einfach nur ein paar Stunden verbringen. Dort kann ich unbeschwert herumtollen. Es ist super, dass sie mich fast immer und überallhin mitnehmen. Jetzt habe ich keine Angst mehr alleine zu sein. Meistens ist es sowieso nicht lange. Einer meiner vier Menschen hat nämlich fast immer Zeit für mich. Es gäbe noch so vieles zu erzählen und wer weiß, vielleicht lest ihr mal wieder was von mir und meinem Leben. Auf jeden Fall gefällt es mir hier wahnsinnig gut und das wollte ich euch unbedingt mitteilen. Ich hoffe, dass auch andere Hunde dieses Glück haben dürfen.
Ganz liebe Grüße euer Osito
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