Erfahrungsbericht von Samuel neu Alaska aus Ungarn
Publiziert: Donnerstag, 12.05.2022
Es war der schlimmste Tag seit Langem: Ende Dezember 2020 mussten wir Abschied von unserem 13-jährigen Labrador nehmen. Die unerträgliche Trauer hielt uns nicht davon ab, unser Haus, unsere Herzen für einen weiteren Hund zu öffnen. Wir wollten einem Hund aus einem Tierheim eine Chance geben. Mit Milo hatten wir bereits einen Strassenhund aus Spanien; und auch er vermisste seinen Bruder - Milo sollte nicht ohne Geschwister sein.
Als wir im Internet die Bilder bei Animal Happyend sahen, hätten wir am liebsten alle Vierbeiner adoptiert. Bei Samuel, einem sechs oder sieben Monate alten Welpen aus Ungarn, war es Liebe auf den ersten Blick. Wir hatten Glück und erhielten den Zuschlag für diesen wunderschönen Mischling aus Labrador, Viszla, Shar-Pei und allem Möglichen. Samuel und seine Geschwister waren unerwünschter Nachwuchs und deshalb im
Tierheim abgegeben worden.
Wir zählten die Tage, bis der Transport-Laster aus Ungarn in der Schweiz ankam. Als Samuel aus dem Transporter getragen wurde, platzten wir vor Freude. Von der ersten Sekunde an haben wir ihn geliebt. Und – welch Glück – auch er liebte uns vom ersten Augenblick an. Kaum war er auf dem Boden, klammerte er sich sofort an uns. Er wusste, dass er zu unserer Familie gehört. Samuel heisst seither Alaska; eine Hommage an die einzige Drag Queen, die uns während der Trauer um unseren Labrador mit ihrem trockenen Humor in der Sendung «RuPaul’s Drag Race» ein Lächeln entlocken konnte.
Seit Alaska bei uns ist, sind wir wieder vollständig glücklich. Alaska ist treu, gehorsam und anhänglich, aber manchmal auch etwas ängstlich. Fremde sind ihm nicht geheuer, aber wir arbeiten daran; wir gehen mit Alaska regelmässig ins professionelle Hunde-Training und haben schon riesige Fortschritte gemacht, denn er hat inzwischen weniger Angst und bellt Fremde kaum noch an.
Alaska ist ein Goldschatz: verspielt, verschmust, verfressen. Er folgt uns auf Schritt und Tritt, zum Schlafen kuschelt er sich an uns. Alaska liebt Spaziergänge, quietschende Bälle aber noch mehr. Stundenlang können wir den roten Ball in alle Himmelsrichtungen werfen, Alaska holt diesen motiviert aus jeder Ecke des Gartens. Manchmal werfen wir – noch müde – ihm morgens um 7 Uhr im Garten den ersten Ball. Um 23 Uhr werfen wir den roten Ball immer noch, vom Bett aus, bereits wieder müde. Doch Alaska wird fast nie müde.
Mit seinen Brüdern - Milo und dem später ebenfalls adoptierten Pluto - versteht sich Alaska blendend. Wenn wir an den Tag zurückdenken, an dem wir Alaska von Animal Happyend erhalten haben und endlich ohne Ende streicheln durften, wissen wir: Dies war der schönste Tag seit Langem. Seither ist jeder Tag ein genialer Tag, dank Alaska.
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