Erfahrungsbericht von Valerie-2 aus Ungarn

.12.2021

Hallo, mein Name ist Valerie, bin 9 Jahre alt und wurde von Sven und Sabine Dangers mit Chili aus Fulenbach, im Feb. 2021 adoptiert.
 

Von Anfang an mochte ich meine neue Familie aber alles andere machte mir Angst. Die Geräusche, wenn etwas fiel oder Stöcke, Regenschirme oder wenn meine Familie Holz geholt hat. Denn hier wird mit Holz geheizt und das hat mir wirklich einen Schrecken nach dem anderen eingejagt aber mittlerweile habe ich verstanden das wir das brauchen und es immer wieder reingeholt werden muss, denn ich mag es, wenn es warm ist. Mein Bruder und ich mögen gern auf dem Ofen liegen. Mein Bruder traut mir nicht so recht, wenn wir laufen gehen, freue ich mich immer so, dass ich ihn schon einige Male umgeschubst habe, das fand er nicht toll aber wenn wir gemeinsam im Garten sind und irgendwelche fremden Tiere (Katzen, Igel oder Marder) verjagen können sind wir uns einig, hier hat niemand anderes was zu suchen.

Zu Anfang hat meine Familie es gut gemeint und hat mein Essen immer abgekocht aber nachdem ich bei unserem Bauer ein Huhn gefangen und verspeist habe, verstanden sie das ich Frischfleisch brauche. Der Bauer war sehr verständnisvoll, sein Hund hatte ein ähnliches Schicksal wie ich und er hat es mir nicht übelgenommen. Aber seitdem darf ich nicht mehr von der Leine, weil ich so gern mit allen Tieren (Enten, Katzen, Rehe) fangen spielen möchte aber meine Familie möchte das nicht. So machen wir dafür 3-mal täglich sehr lange Spaziergänge damit ich mich trotzdem viel bewegen kann und ich darf immer in den Garten (wo ich helfe Maulwürfe und Mäuse zu verjagen).

Manchmal, wenn ich wieder zu übermütig bin, dann muss meine Familie auch etwas energischer werden. Dann ziehe ich mich zurück aber das hält nicht lange an, ich weiss gern wo meine Familie ist und dann mache ich ein herziges Gesicht oder bin albern oder will kuscheln und schon ist alles wieder gut.
 

Ich habe zwei Schlafplätze, einen unten mitten im Geschehen und oben wo ich meine Ruhe habe. Und einen dritten Platz aber das darf meine Familie eigentlich nicht wissen, denn dann schmeisse ich mich in ihr Bett und geniesse das. Aber sie wissen immer, wenn ich in ihrem Bett war (woher auch immer!!! Vlt durch die Fussabdrücke oder Haare. Meine Familie hat mir einen Essensplatz eingerichtet, passend für meine Höhe und zum Esstisch damit ich mich wohlfühle. 

Hier im Dorf wohnen viele Hunde und ich mag es nicht von Ihnen angebellt zu werden, dann laufe ich lieber weg. Na gut ausser bei Hundemädchen, da muss ich doch die Fronten klären. Aber ich habe einen Freund Namens Arino, der hat sich nicht einschüchtern lassen und mit ihm laufe und spiele ich gern (siehe Foto). Den mag ich, denn er hat keine Angst.

Im Februar bin ich schon ein Jahr bei meiner Familie und ich habe viel gelernt und auch verstanden das ich ihr vertrauen kann und sie haben viel Verständnis für meine Ängste und Ticks die ich im Laufe meines Daseins entwickelt habe. Ich verstecke gern ihre Socken und T-Shirts und Finken und sie suchen sie dann, das ist lustig aber jetzt kennen sie schon die Verstecke und das suchen geht schneller.
 

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich froh bin so ein gutes, verständnisvolles Zuhause gefunden zu haben. Ich höre, bin gelehrig und brauche keine Angst mehr haben zu hungern (ich habe 3kg zugenommen). Ich begleite meine Familie, wenn es möglich ist überall mit hin. Ich war sogar schon in Frankfurt bei der Familie meiner Familie und alle haben mich gern. Meine Familie sagt immer, «Ich passe zu ihnen wie die Faust aufs Auge ». Sie finden mich toll.
 

Ich habe viel Freude hier und das gebe ich gern zurück dann bringe ich meine Familie zum lachen und dann umarmen sie mich und ich bin dankbar, dankbar das Animal HappyEnd mich gerettet hat und ich das Glück hatte hierherzukommen.

 

Alles, alles Gute für Euch und ich hoffe das ihr noch vielen Tieren helfen könnt.
Alles Liebe
 
Valerie und Familie

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